Ein Kunstmuseum mitten in Wuppertal mit einer bewegenden Geschichte. Aber nicht nur die Geschichte macht diesen Ort zu etwas Besonderen. Die Sammlungen, die Ausstellungen und auch Skulpturen und Fotografien machen das Museum immer wieder interessant.

Viele Besucher lassen sich jedes Jahr in eine andere Welt entführen. Erfahren Sie mehr über die Vergangenheit und die Gegenwart des Von der Heydt Museum und tauchen Sie ab in eine faszinierende Geschichte.

Staunen Sie über die Architektur und die unterschiedlichen Sammlungen. Wecken Sie Ihre Neugierde mit den unterschiedlichen Ausstellungen, die immer wieder wechseln und neue Besucher anlocken.

Die Geschichte

Das Museum kann auf eine lange und bewegende Geschichte zurückblicken. 1866, mit der Gründung des Barmer Kunstvereins, wurden die Wurzeln für dieses Museum gelegt. Um 1900 herum verlagerte der Verein seinen Sitz von Barmen in die Kaiser Wilhelm Ruhmeshalle.

Im Laufe des zweiten Weltkrieges wurde diese jedoch zerstört. Der Aufbau fand direkt nach dem Krieg stand und eine Nebenhalle von damals wird auch heute noch für Sonderausstellungen genutzt. Der Schwerpunkt in der damaligen Zeit lag auf der Malerei. Niederländische und deutsche Kunst wurde hier zahlreich ausgestellt.

1892 gründete August von der Heydt mit anderen zusammen einen Museumsverein in Elberfeld. Der Bankier schaffte es ein kleines Museum aufzubauen in den städtischen Künstlern ihre Werke ausstellen konnte. Nach seinem Tot 1929 trat seine Frau das Erbe an.

Viele Werke wurden im zweiten Weltkrieg beschlagnahmt und durch Bombenangriffe zerstört. Insgesamt handelte es sich hier um ca. 1680 Bilder, die zerstört oder verschwunden waren. Aber auch andere Kunstgegenstände vielen dem Krieg zum Opfer.

Die Wiedereröffnung fand 1950 stand. Hier war alles soweit wiederaufgebaut, dass die Türen zu neuen Ausstellungen geöffnet werden konnten. Da August von der Heydt bereits vor dem Kriege der Stadt Wuppertal einige Schenkungen aus seiner Sammlung machte, gingen diese nun in den Besitz des Museums selber über.

Sein Sohn Eduard engagierte sich ebenfalls in diesem Bereich. Außerdem war das Verhältnis mit dem Direktor sehr freundschaftlich und er spendete bis zu seinem Tod immer wieder unterschiedliche Werke für das Museum. Das Museum übernahm zum Dank der großzügigen Spenden den Namen. Bereits 3 Jahre vor dem Tod von Eduard wurde das Museum umbenannt und trägt seitdem dem Namen Von der Heydt Museum.

1985 begann eine Umplanung und Erweiterungen. Der bisherige Platz war einfach zu klein für alle Exponate. 1986 wurde das Museum geschlossen.

Erst 4 Jahre später gab es die erneute Eröffnung. Ab 1990 wuchs die Sammlung durch Schenkungen und es wurden sogar einige verschollene Gemälde aus dem zweiten Weltkrieg wiedergefunden.

Ab 2000 kamen erneuter Schwung in die Geschichte des Von der Heydt Museums. So kamen wechselnde Ausstellung, eine Museums Shop und sogar Veranstaltungen wie die Nächte des Museums mit in das Konzept. Der Plan war es eine größere Zielgruppe anzusprechen und so mehr Besucher anzulocken.

Namen des Musesums im Laufe der Zeit

1902 bis 1915 Städtisches Museum Elberfeld
1915 bis 1918 Kaiser Wilhelm Museum
1918 bis 1929 Städtisches Museum Elberfeld
1929 bis 1961 Städtische Museum Wuppertal
1961 bis heute Von der Heydt Museum

Direktoren des Museums im Laufe der Zeit

1902 bis 1929Friedrich Fries
1929 bis 1952Victor Dirksen
1953 bis 1962Harals Seiler
1962 bis 1985Günter Aust
1985 bis 2006Sabine Fehlemann
2006 bis Mai 2019Gerhard Finckh
Seit Mai 2019Antje Birthälmer*

* kommissarisch

Die Architektur

Die Barmer Kaiser-Wilhelm-Ruhmeshalle um 1900

In mitten der Wuppertaler Fußgängerzone finden Sie das wunderschöne Gebäude. Der Grundstein hierfür wurde 1828 gelegt. 1831 begann der erste Einzug.

In der Zeit zwischen 1839 und 1842 wurde der zweite Bau vollendet. Das gesamte Von der Heydt Museum besteht aus Sandstein mit sehr schönen Verzierungen, die zu der damaligen Zeit sehr modern waren. Nach dem das Gebäude im zweiten Weltkrieg stark beschädigt wurde, begann der Wiederaufbau nach Vorgaben des ursprünglichen Gebäudes.

1985 war eine Modernisierung unumgänglich. Das Dach war undicht und im Sommer herrschten bis zu 38 Grad in den unterschiedlichen Sälen. Nicht nur für Besucher eine unangenehme Situation.

Durch unterschiedliche Anbauten und Umbauten gewann das Museum insgesamt 3000 Quadratmeter mehr an Ausstellungsfläche. Im Zuge dieser Baumaßnahmen wurde auch moderne Stile mit in das Gebäude gebracht. So wurde die alte Bauweise mit modernen Elementen verbunden. Das gesamte Lichtkonzept wurde neu überdacht und eingebaut.

Die Sammlung

Wie in den meisten Museen finden Sie auch in dem Von der Heydt Museum eine Vielzahl unterschiedlicher Sammlungen und Exponate. In den Anfängen lag das Hauptaugenmerk auf den unterschiedlichen Gemälden unterschiedlicher Maler. Auch heute finden Sie viele davon in diesem Gebäude.

Aber auch Sammlungen zum Thema Skulpturen, Fotos und Grafiken sind heute hier zu finden. In den unterschiedlichen Sonderausstellungen finden Sie auch noch andere Dinge, die Sie und andere begeistern werden.

Die Sammlung des Von der Heydt Museums umfasst mehr als 3.000 Gemälde, 400 Skulpturen und 30.000 Grafiken und Fotos.
Brigitte KunzBrigitte Kunz

Gemälde

Caspar Netscher, Dame mit Papagei am Fenster, 1666.

Insgesamt finden Sie in dem Von der Heydt Museum um die 3000 Gemälde unterschiedlicher Künstler. Unterschiedliche Landschaften und Stillleben können Sie hier entdecken.

Schwerpunkt der Ausstellung sind Gemälde aus dem 19 und 20 Jahrhundert. Aber auch Gemälde von Künstlern aus Elberfeld sind ein wichtiger Bestandteil auf den das Museum besonders großen Wert legt.

Vereinzelt finden sich auch Bilder aus anderen Zeiten. So haben Sie zum Beispiel auch Gemälde von Salvador Dali oder Paul Klee vor Augen. Aber auch neue Bilder reihen sich in die Sammlung ein und tragen zu einer gewissen Sicht auf die Zukunft bei.

Ausgewählte Schwerpunkte:

  • Niederländische Malerei
  • Landschaftsmalerei des 19 Jahrhunderts
  • Impressionismus
  • Expressionismus
  • Klassiker der Moderne
  • Kunst zwischen den Kriegen
  • Abstrakte Kunst
  • Kunst der zweiten Moderne

Skulpturen

Frank Vincentz, Wuppertal – Von der Heydt-Museum 04 ies, CC BY-SA 3.0

Ein anderer wichtiger Teil der Dauerausstellung sind die Skulpturen. Diese Sammlung umfasst über 400 unterschiedliche Exponate aus dem 19 und 20 Jahrhundert. Klassische Skulpturen von französischen Bildhauern sind hier ebenso zu finden wie Bauten aus der neuen Zeit.

Bereits in dem Eingangsbereich vor dem Museum sind die ersten zwei Kunstwerke zu erkennen. Einst standen hier zwei Löwen, welche unter dem Namen die rauschenden Löwen bekannt wurde. Eine Nachbildung davon finden Sie heute an der ehemaligen Bundesbahndirektion. Einer der Löwen wurde komplett zerstört. Der andere wurde restauriert und befindet sich heute auf dem Willy-Brandt-Platz.

Die Skulpturen von Tony Cragg stehen seit 1990 nun am Eingang und geben einen ersten Vorgeschmack auf das Von der Heydt Museum. Auch wenn es sich hauptsächlich um Gemälde dreht, gehören die Skulpturen zu dem festen Kern dieses Gebäudes. Durch Schenkungen und auch Ankäufe wächst die Sammlung stetig und kann immer wieder etwas Neues bieten.

Grafiken und Fotos

30.000 Werke umfasst der dritte und letzte Teil der Dauerausstellung des Von der Heydt Museums. Die grafischen Bilder reichen dabei von der Renaissance bis zur heutigen Zeit.

Sie finden hier nicht nur Werke von Albrecht Dürer, sondern auch Bilder seiner Zeitgenossen. Auch das goldene Zeitalter um 17 Hundert mit Bezug auf die Niederlade, bildet in diesem Bereich einen Schwerpunkt.

Wie bei allen anderen Exponaten liegt jedoch auch hier das Hauptaugenmerk auf der Kunst aus dem 19 und 20 Jahrhundert. Grafiken aus dem deutschen Klassizismus und die Romantik bilden hier einen starken Punkt.

Zu den Schenkungen von Eduard von der Heydt gehörten auch unterschiedliche Aquarelle, Pastelle und Gouachen von französischen Künstlern. Darunter sind Werke von Claude Monet, Edgar Degas und Alfred Sisley zu finden.

Es gibt aber auch frühere Grafiken von Pablo Picasso und Marc Chagall, die Sie in diesem Museum bestaunen können.

Die Bibliothek

Eine weitere Besonderheit des Von der Heydt Museums ist die Bibliothek. Es handelt sich hier um eine Kunstbuchsammlung mit rund 100.000 unterschiedlichen Büchern. Damit ist Sie die größte Sammlung dieser Art im bergischen Land.

Nicht nur Mitarbeiter nutzen diese um ihren Wissensschatz zu erweitern. Besucht wird dieser Ort auch von unterschiedlichen Besuchern, Historikern, Lehrern, Journalisten, Studenten und auch Schülern. Jeder der sich über die Kunst informieren möchte, finde hier die passenden Fakten zu diesem Thema.

Die Bibliothek selber ist kostenlos zu nutzen. Sie brauchen weder Eintritt zahlen, noch müssen Sie einen Mitgliedsausweis zeigen. Sie dürfen die Bücher allerdings nicht ausleihen. Lesen, recherchieren und lernen vor Ort ist aber natürlich möglich.

Für alle Fragen rund um diese Sammlung steht Ihnen ein Bibliothekar zur Seite, der Ihnen zu der Zeit Auskunft erteilt und Ihre Fragen beantwortet. Außerdem haben Sie die Möglichkeit Ihren Laptop während der Arbeit zu nutzen. Ein weiterer Vorteil ist der Kopierer. Hier können Sie sich Abzüge aus den Büchern machen und haben so die Möglichkeit interessante Fakten festzuhalten.

Der Schwerpunkt dieser Sammlung liegt im Bereich der Künstlermonographie. Sie könne hier nicht nur bereits veröffentliche Schriften über Künstler finden, sondern auch diese, die niemals veröffentlicht wurden.

Das bedeute für Sie, dass Sie hier tatsächlich Dinge finden, die noch keiner vorher kannte, der diese Bibliothek nicht besucht hat. Aber auch unterschiedliche Lexika und Themenliteratur zu unterschiedlichen Bereichen sind hier zu finden.

Darunter sind die Epochen der Kunstgeschichte, Museumsführer sowie Bestandskataloge. Weitere Interessante Objekte sind die Ausstellungsbücher, Auktionskataloge und die unterschiedlichen Zeitschriften.

Mit Hilfe eines Besucher Computers finden Sie schnell genau, dass was Sie suchen. Die Bücher sind systematisch geordnet und lassen sich nach Verfasser, Titel oder nach Stichwörtern finden.

In der Bibliothek finden Sie aber nicht nur Bücher. Sie können sich hier auch mit unterschiedlichen DVDs und CD weiterbilden. Auch die Datenbank über die unterschiedlichen Künstler in Wuppertal könnte Sie begeistern.

Informieren Sie sich in einer weiteren Datenbank über alle Ausstellungen, die es seit 1902 in dem Von der Heydt Museum gab. Das ist gerade für Museumsbesucher eine sehr informative Bereicherung.

Die Bibliothek im Von der Heydt Museum
Brigitte KunzBrigitte Kunz

Stiftung und Förderer

Die Grundsteine für das Von der Heydt Museum wurden bereits durch Spenden und Förderer gelegt. Engagement der unterschiedlichen Bürger in den unterschiedlichen Jahren sorgten dafür, dass das Museum heute so ein Erfolg ist. Gerade durch August von der Heydt und seinem Sohn Eduard konnte das Museum seine Ausstellung enorm erweitern und aufstocken.

Gerade nach dem zweiten Weltkrieg, in dem Wiederaufbau, war das sehr wichtig. Das Museum und auch die Stadt Wuppertal zeigten mit der Umbenennung Dankbarkeit und Respekt. Aus diesem Grund trägt dieses Gebäude heute den Nachnamen der großzügigen Spender und Unterstützer.

2003 gab es eine Stiftung, die einen großzügigen Betrag zur Verfügung stellte. Die Renate und Eberhard Robke Stiftung ermöglichte es, die Sammlung weiter zu entwickeln.

Aber auch Sponsoren oder unterschiedliche Spenden helfen dem Museum weiter. Ohne Spenden und Förderer würde sich das Gebäude langfristig nicht halten können und müsste geschlossen werden. Es gibt so genannte Fördermitgliedschaften.

Gegen einen festgelegten Betrag bekommen Sie eine Dauereintrittskarte für alle Ausstellungen und die Möglichkeit in den Räumen eine Veranstaltung abzuhalten. Gerade diese Räume von dem Von der Heydt Museum eigenen sich dafür hervorragend.

Ausstellungen

Neben der Dauerausstellung und den festen Exponaten gibt es immer wieder wechselnde Ausstellungen, die zu einem festen Bestandteil des Von der Heydt Museums geworden sind.

Im Durchschnitt bleiben diese bis zu einem halben Jahr in dem Museum und können so von vielen unterschiedlichen Besuchern begutachtet werden. Bei diesen Veranstaltungen haben nicht nur neue Künstler die Chance Ihre Werke zu zeigen.

Es gibt auch immer wieder eine Ausstellung über bereits verstorbene Künstler. Hier erfahren Sie dann alles über deren Leben und deren Kunst. Neben Gemälden werden natürlich auch hier Skulpturen oder auch Grafiken ausgestellt.

Die Themen sind weit gefächert und weitläufig aufgestellt. Außerdem finden die Ausstellungen nicht immer im Museum selber statt, sondern häufig auch in der Kunsthalle. Diese gehört zum Von der Heydt Museum und biete mehr Platz für unterschiedliche Exponate.

Aktuelle Ausstellungen des Von der Heydt Museums.
Brigitte KunzBrigitte Kunz

Führungen und Fakten

Sie können das Museum von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 11 bis 18 Uhr besuchen. Am Donnerstag haben Sie die Chance die Kunst 2 Stunden länger zu genießen. Hier schließt das Gebäude erst um 20 Uhr.

Montag ist genereller Ruhetag. Achten Sie bitte darauf, dass die Öffnungszeiten an Feiertagen abweichen können. Hier können Sie sich aber auch auf der Homepage informieren. Der Shop ist ebenso wie das Museum selbst geöffnet.

Die Eintrittspreise sind gestaffelt. Für Erwachsene müssen Sie 12 € Eintritt und ermäßigt 10 € investieren. Allerdings gibt es auch Familien Karten für insgesamt 24 Euro. An jedem ersten Donnerstag im Monat bekommen Sie außerdem zwischen 17 und 20 Uhr freien Eintritt.

Möchten Sie zusätzlich an einer Führung teilnehmen, kostet das 4 Euro zusätzlich. Schulklassen direkt aus Wuppertal kommen kostenlos in das Museum. Bevor Sie jedoch mit einer großen Gruppe in das Museum möchten und zusätzlich eine Führung wünschen, sollten Sie das telefonisch im Vorfeld anmelden.

Die Führungen selber gibt es in unterschiedlichen Varianten. Grundsätzlich passt sich das Museum an die Erwachsenen und Kinder an. Aus diesem Grund, sind die beiden Führungen auch immer getrennt voreinander.

Je nach Tag und Art gibt es unterschiedliche Führungen. Sie haben also die Wahl zwischen einer öffentlichen und einer Kuratoren Führung. Mittwochs finden ebenfalls Führungen statt. Interessant ist aber auch die Führung des Arbeitskreises.

Für Kinder gibt es Führungen ab 5 Jahren. Erst dann können die Kinder gespannt und vor allem Aufmerksam zuhören. Natürlich ist alles auf das Alter abgestimmt und wird den Kindern nicht nur spielerisch, sondern auch witzig beigebracht.

Unterschiedliche Kreativangebote fördern die Kinder zusätzlich. So können Kinder Malen im Atelier, in der Nikolaus Werkstatt helfen oder auch die Herbstferien kreativ gestalten

Wichtig ist, dass Sie sich auch an die Hausordnung halten. Sie dürfen also nur kleine Taschen mit in die Ausstellung nehmen. Alles andere wird an der Garderobe und in den Schließfächern sicher verstaut.

Das Trinken und Essen ist im Museum verboten. Ebenso dürfen die Exponate nicht berührt werden. Das Museum selber empfiehlt einen Mindestabstand von 50 cm. Auch mit der Kamera oder dem Handy sollten Sie vorsichtig sein.

Grundsätzlich ist es erlaubt Bilder zu machen, wenn Sie im Vorfeld dafür eine Gebühr von 10 Euro entrichten. Die Bilder dienen dann aber nur Ihrem privaten Gebrauch und dürfen auf keinen Fall veröffentlicht oder vervielfältigt werden. Betreten Sie eine Sonderausstellung, dann dürfen Sie trotz einer Fotoerlaubnis nicht fotografieren. Hier gilt ein generelles Fotoverbot.

Die Namensgeber

August von der Heydt

August von der Heydt

Geboren wurde der Bankier 1801 in Elberfeld, was heute Teil von Wuppertal ist. Er stammte aus einer angesehenen Familie und bereits sein Vater und dessen Vater war Bankier. Diese Tradition wurde von August fortgesetzt.

Im Jahre 1836 heiratet er seine Frau und engagierte sich immer intensiver in seiner Stadt. Nicht nur das Museum, sondern auch eine Siedlung in Saarbrücken, eine Zeche in Herne und ein Schacht in Ibbenbüren wurden nach ihm benannt. Das zeigt in der heutigen Zeit seinen Einsatz.

Aus der Ehe mit seiner Frau gingen vier Söhne und eine Tochter hervor. Zwei seiner Söhne schlugen ebenfalls den Beruf Bankier ein. Die anderen beiden wurden Landrat. Außerdem gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Von der Heydt Museums.

Eduard von der Heydt

Eduard von der Heydt

Der Sohn von August wurde 1882 in Elberfeld geboren. Er war nicht nur Bankier, sondern auch Mäzen und Kunstsammler. Letztes war ein sehr positiver Gewinn für das heutige Museum in Wuppertal.

Nachdem er 1900 sein Abitur abgelegt hatte begann er in Genf ein Studium. 1905 wurde dann mit Auszeichnung Doktor der Staatswissenschaften, kurz Dr. rer. Pol., promiviert.

Er arbeitete nicht sofort in der elterlichen Bank, sondern ging nach New York. Als er zurückkam, gründete er 1909 sein eigenes Bankhaus und den Namen E. von der Heydt und Co.

Bereits im ersten Weltkrieg wurde er jedoch enteignet und das ohne je eine Entschädigung dafür zu bekommen. 1915 erlitt er im Krieg durch einen Schuss in den Bauch eine starke Verletzung, die ihn sein ganzes Leben lang begleitete. Anschließend ging er in den diplomatischen Dienst, den er aber bereits 1918 wieder austrat.

1919 heiratet er seine Frau, welche jedoch kinderlos nur 8 Jahre später geschieden wurde. Es folgten eine Gründung einer Bank in Amsterdam, Beteiligungen an der Nordstern Bank und der Thyssen Bank.

So richtig sesshaft wurde Eduard von der Heydt nicht. In den zwanziger Jahren begann der Bankier mit seiner Sammlung. Unterschiedliche Kunstwerke aus Ostasien und Afrika zählten zu den Grundsteinen.

Die Sammlung zählte zu den größten im privaten Bereich. Jedoch waren nicht alle bei ihm zu Hause. Viele der Exponate, die ihm gehörten waren Leihgaben für unterschiedliche Museen.

1933 trat er der NSDAP bei. Obwohl seine Frau Jüdin war, entschied er sich zu diesem Schritt. 1937 erhielt er die Staatsbürgerschaft in der Schweiz und verlies zu diesem Zeitpunkt auch die NSDAP.

In den 30er Jahren kam sogar die chinesische Staatsbürgerschaft hinzu. Nach dem Krieg fing er an, seine Kunstsammlung an unterschiedliche Museen zu spenden. Seine Sammlung aus Ostasien ging an das Museum Rietberg.

Die wertvollen Gemälde erhielt das Museum in Wuppertal. Als Dank dafür wurde sein Nachname 1961 auch Name des Museums. Die restliche Sammlung ging in den Besitz des Kantons Tessin über.

Unterschiedliche Ehrungen konnte Eduard in seinem Leben sammeln. 1952 wurde eher Ehrenbürger der Stadt Wuppertal. Außerdem wurde der Kulturpreis der Stadt Wuppertal umbenannt in Eduard von der Heydt Kulturpreis.

Ebenso kamen die Ehrenbürgerschaft für Ascona und die Ehrendoktorwürde der Universität Zürich dazu. 1958 erhielt er das große Verdienstkreuz vom deutschen Bundesminister.

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2 Comments

  1. Avatar

    Führung buchen
    Am 14.11.2019 möchte ich mit ca.10-15 Personen eine Führung zur Ausstellung “Oskar Schlemmer buchen. Zeit 12:30 Uhr.
    Wenn es möglich ist Frau Schmöckel oder Frau Quast.

    Mfg Hermann Sentker
    Josefstr. 57
    33106 Paderborn

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