Im Von der Heydt Museum können Sie in der Zeit vom 3. November 2019 bis zum 23. Februar 2020 eine Ausstellung von einem der bedeutendsten Maler im 20. Jahrhundert bewundern. Es handelt sich hierbei aber nicht nur um einen Maler. Oskar Schlemmer war neben der Malerei auch als Bildhauer, Bühnenbildner, Wandgestalter und Grafiker tätig.

Kaum ein anderer Künstler hat so ein breites Spektrum der Kunst abgedeckt. Sie sehen in dieser Ausstellung alle Werke, die er in den unterschiedlichen Phasen seines Lebens geschaffen hat.

In seinem Leben machte er an unterschiedlichen Orten halt. An der Kunstgewerbeschule in Breslau begann alles. Er versuchte anschließend als Professor Fuß zu fassen und genau das gelang ihm dann auch in Wuppertal. Zu dieser Zeit entstanden Bilder wie das Lackkabinett oder auch das Lackballett. Er wollte in seinen Werken die Figuren und auch den Raum wiedergeben.

Ziel war es die Einfachheit und die Metaphysik miteinander zu verbinden. Die Sammlung mit rund 300 Bildern wurde so noch nie gezeigt, wird aber in dieser Ausstellung für Sie sichtbar. Sie haben die einmalige Möglichkeit diese besonderen Bilder von Nahem zu sehen.

Wer war Oskar Schlemmer?

Am 04. September 1888 erblickte er in Stuttgart das Licht der Welt. Er war das jüngste Kind von insgesamt sechs Geschwistern. 1899 besuchte er die Realschule in Göppingen, wo er zu diesem Zeitpunkt auch lebte.

1903 verließ er die Schule jedoch. Seine Eltern waren gestorben und ein weiterer Besuch war finanziell nicht möglich. Mit 15 ging er zurück nach Stuttgart und begann hier eine Lehre als Zeichner. Auch andere Richtungen fand er interessant.

So besuchte er ab 1904 Fortbildungen zum Thema Figuren und Stillleben zeichnen. Nachdem er seine Lehre erfolgreich abgeschlossen hatte, ging er an die Kunstgewerbeschule. Bereits nach einem Jahr verließ er diese jedoch wieder und wurde dann im Herbst 1906 auf der Stuttgarter Akademie für bildende Künste aufgenommen.

1913 zog es ihn nach Berlin. Hier machte er erste Gehversuche im Bereich der Selbstständigkeit und lernte die Formenanalyse und die französische Avantgarde kennen. Im April 1913 versuchte er mit seinem Bruder eine Ausstellungsfläche zu eröffnen. Diese mussten beide jedoch nach 13 Monaten wieder schließen, da der Erfolg sich nicht einstellen wollte. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits aus Berlin zurückgekehrt und lebte wieder in Stuttgart.

Als der erste Weltkrieg begann, meldete sich Oskar Schlemmer freiwillig und zum Dienst und wurde an unterschiedlichen Stationen eingesetzte. Der erste Posten war an der Westfront. Später wurde er dann an der russischen Ostfront stationiert. Das Malen konnte er nach dem Krieg fortsetzen. Er trug zwar einige Verletzungen davon, jedoch erholte er sich sehr rasch und komplett wieder.

1920 heiratet er und bekam mit seiner Frau insgesamt drei Kinder. In diesem Jahr begann auch seine Karriere im Bauhaus in Weimar. Hier übernahm er zunächst die Leitung der Werkstatt der Wandmalerei. Dabei blieb es aber nicht. Er gestaltet Bühnenbilder und unterschiedliche Kostüme.

1925 zog das Bauhaus nach Dessau um und damit erhielt Oskar Schlemmer die Leitung einer eigenen Abteilung, der Bauhausbühne. 1928 begann er hier auch als Lehrkraft zu arbeiten. Ein Jahr später wechselte er jedoch zu der staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe.

Zu der Zeit des Nationalsozialismus wurden einige Werke zerstört. Jedoch wurde er auch hier bekannt. Unterschiedliche Ausstellungen durften seine Werke zeigen.

Im April 1943 verstarb er dann im Alter von 54 Jahren.

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2 Comments

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    Wie kann ich Kontakt aufnehmen?
    Vielen Dank.

    1. Brigitte Kunz

      Guten Tag Frau Weidenbrück,

      Informationen zu Gruppenführungen finden Sie hier:
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      Dort finden Sie auch die Telefonnummer für eine Kontaktaufnahme.

      Ich hoffe das hilft Ihnen weiter.

      Beste Grüße
      Brigitte Kunz

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