Ausstellung

Else Schüler als junge Frau.

Vom 06 Oktober 2019 bis zum 16 Februar 2020 fand die Else Lasker-Schüler Ausstellung zum Thema: Prinz Jussuf von Theben und die Avantgarde statt. Es ging um eine Widmung der Stadt Wuppertal anlässlich des 150. Geburtstag von Else Lasker-Schüler.

Sie war nicht nur eine große Dichterin, sondern auch im künstlerischen Bereich sehr angesehen. Die Bilder sind alle geprägt von einem jüdischen und orientalischen Einfluss und verleihen damit jedem Werk das gewisse Etwas. Als Besucher haben Sie das Gefühl, dass Sie in eine andere Welt abtauchen. Vergessen Sie den Alltag und lassen Sie sich von den Bildern inspirieren.

Mit dieser Ausstellung wandeln Sie über den Lebensweg der Künstlerin. Dieser begann in Elbenfeld, dem heutigen Wuppertal und führte über Berlin bis hin in die Schweiz. Die Reise von Berlin bis in die Schweiz war nicht ganz freiwillig. Viel mehr war sie auf der Flucht vor den Nazis. Aber auch hier wurde Sie nicht sesshaft und trat den Weg bis nach Palästina an.

Von diesem Lebensweg erzählen ihre Bilder und von dieser Reise bekam sie auch die unterschiedlichen Eindrücke, die sich in ihren Bildern wieder spiegeln. Sie können aber nicht nur die unterschiedlichen gemalten Werke begutachten. Das Museum stellt außerdem verschiedene Fotos, Zitate und illustrierte Werke rund um Else Lasker-Schüler aus.

Den Mittelpunkt bildet jedoch die hohe Kunst der Zeichnungen von Frau Lasker-Schüler. Hier tauchen Sie ab in die farbige Welt von einzigartigen und märchenhaften Vorstellungen. Sie werden schnell feststellen, dass die Künstlerin eine besondere und sehr außergewöhnliche Person war. Ihre komplette Lebenseinstellung und Ihr Leben selber werden mit den Werken sehr gut dargestellt.

Begleitprogramm

Zu der eigentlichen Ausstellung gab es ein umfassendes Begleitprogramm. An unterschiedlichen Tagen bekamen Sie so ein passendes Ambiente zu der Ausstellung selbst. Unterschiedliche Künstler gaben Vorträge und zeigten auf unterschiedlichen Musikinstrumenten ihr Können. Verfolgen Sie die unterschiedlichen Lichtbildvorträge und lassen Sie sich von dem Klavier, Saxophon oder auch dem Gesang auf einen interessanten und unvergesslichen Abend ein.

Vortragsreihe zur Ausstellung Else Lasker-Schüler

Im Von der Heydt Museum
Eintritt frei

Donnerstag, 12. September, 18 Uhr
Der Blaue Reiter präsentiert Eurer Hoheit sein blaues Pferd.
Else Lasker Schüler und Franz Marc
Hajo Jahn (Lichtbildvortrag)
Julia Reznik (Rezitation, Gesang)
Wolfgang Schmidtke (Saxophon und Klavier)

Donnerstag, 19. September, 18 Uhr
„Sturm“-Frauen
Hajo Jahn (Lichtbildvortrag)
Leslie Malton (Rezitation)
Ulrich Rasch (Klavier)

Donnerstag, 26. September, 18 Uhr
Der Prinz und der Barbar – Else Lasker-Schüler / Gottfried Benn
Hajo Jahn (Lichtbildvortrag)
Angela Winkler und Bernd Kuschmann (Rezitation)
Harald Eller (Bass und Daxophon)

Donnerstag, 17. Oktober 2019, 18 Uhr
„… voll Herrlichkeit das Bildnis“ – Else Lasker-Schülers lyrische Künstlerporträts
Prof. Dr. Gabriele Sander

Donnerstag, 28. November 2019, 18 Uhr
Geschäftstüchtiger Egoist oder Gentleman? Else Lasker-Schülers Beziehung zu Paul Cassirer
PD Dr. Michael Ansel

Donnerstag, 23. Januar 2020, 18 Uhr
Bildtexte und Textbilder: Else Lasker-Schüler intermedial
Prof. Dr. Anne-Rose Meyer

(Eine Vortragsreihe in Kooperation mit der Bergischen Universität Wuppertal, Fachbereich Germanistik – Neuere deutsche Literaturgeschichte, Prof. Dr. Gabriele Sander)

Donnerstag, 12. Dezember 2019, 18 Uhr
Die Musikalität in der Lyrik Else Lasker-Schülers
Dr. Karl Bellenberg
Musikwissenschaftler und Germanist

(Ein Vortrag in Kooperation mit der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft e.V., Wuppertal)

Wer war Else Lasker-Schüler?

Geboren wurde Sie am 11. Februar 1869 in Elberfeld. Sie war eine jüdische Dichterin und Künstlerin und das jüngste von insgesamt 6 Kindern. Sie wurde bereits in jungen Jahren sehr bewundert, da sie bereits mit 4 Jahren lesen und schreiben konnte.

Mit Ihrer Hochzeit 1894 zog es sie nach Berlin. Hier lebte sie mit ihrem Mann und bekam 1899 ihren gemeinsamen Sohn Paul. Diese Ehe scheiterte jedoch, sodass sie im November 1903 ihren zweiten Mann heiratete. Aber auch hier stand bereits 1912 eine erneute Scheidung an.

Ihre ersten Werke erschienen 1906 und damit begann auch die Geschichte in der Kunst für Else Lasker-Schüler. Es erschienen immer mal wieder unterschiedliche Werke von ihr und ihr Leben nahm eine positive Wende.

Bis zu dem Tod ihres Sohnes 1927, der sie in ein tiefes Loch fallen ließ. Im April 1933 trat sie ihre Flucht nach Zürich an. Hier bekam sie jedoch ein Arbeitsverbot auferlegt, sodass sie auch keine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis erhielt. In dieser Zeit verlor sie außerdem die deutsche Staatsbürgerschaft.

1939 reiste sie bereits zum dritten Mal nach Palästina aus dem sie dann nicht mehr zurück kam. Aber auch hier war sie nicht richtig glücklich. Die Freunde, die sie zurückgelassen hatte und der Krieg in Deutschland machten ihr schwer zu schaffen.

1945 verstarb Else Lasker-Schüler nach einer schweren Krankheit. Ihrer Gedichte und Bilder sind jedoch bis heute erhalten.

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Else-Lasker Schüler Bücher

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1 Comment

  1. Guten Tag,
    wir haben am 01.02.2019 das von der Heydt-Museum besucht und sind für die beiden Ausstellung (Lasker-Schüler/Schlemmer) extra aus Stuttgart angereist. Wir haben eine private Führung um 14:00 Uhr gebucht.
    Beide Ausstellungen waren wirklich grandios und nicht zuletzt bzw. vorallem durch die private Führung (der Name der Dame ist mir im Moment leider entfallen) konnten wir uns in kurzer Zeit einen sehr sehr guten Überblick verschaffen.
    Besonders gut gefallen hat mir der jeweilige Bezug zu den Exponaten, die im Besitz des Museums sind – als dass „man mit dem arbeitet was man hat“! Die Erklärungen und Gespräche die sich während der Führung ergeben haben, waren wirklich sehr inspirierend und einige Exponate (zB die Arbeiten Schlemmers aus der „Wuppertaler Zeit“) sehr spannend.
    Unser Besuch hat sich mehr als gelohnt, die Buchung im Voraus sowie der Ablauf vor Ort war absolut unkompliziert.
    Ein großes großes Dankeschön nochmals an unsere Museumsführerin – gerade durch Sie ist der Besuch nochmals besonders geworden.
    Mit freundlichen Grüßen, Isabel Arnold

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